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Inhalte der Wohngebäudeversicherung

Welche Gefahren und Schäden sind in der Gebäudeversicherung abgedeckt? Sind die Schäden durch eindringendes Regenwasser versichert? Macht die Versicherung einen Unterschied zwischen Wasserzuleitung und Wasserableitung? Was sagt der Unterversicherungsverzicht aus?

Unser Gast-Autor Wolfgang Elfinger hat sich dem Thema Wohngebäudeversicherung angenommen und beschreibt was hierbei zu berücksichtigen ist.

In den meisten Gebäudeversicherungen sind die klassischen Gefahren Feuer, Leitungswasser und Sturm/Hagel versichert. Dies ist schon ein großer Fortschritt zu der Zeit als noch der Monopolversicherer “Nassauische Brand” nur das Feuer-Risiko abgedeckt hat. Doch reicht der Einschluss dieser klassischen Gefahren zu den Standard-Bedingungen aus, oder sollte man mehr versichern?

 

Insbesondere im Bereich „Wasser in Gebäuden“ entstehen die häufigsten Schäden mit zum Teil sehr hohen Kosten, die nicht immer von der Versicherung getragen werden. Dies hängt oft auch damit zusammen, dass einige Bereiche der Wasserversorgung und Wasserentsorgung nicht versichert sind.

 

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Schaden an einem Regenrohr

In den meisten Policen beschränkt sich der Versicherungsschutz auf die unter Druck stehenden Leitungen der Wasserversorgung im Gebäude (Leitungswasser). Das gesamte Abwassersystem und alle Rohrleistungen außerhalb der Gebäude sind dabei dann nicht versichert. Dies gilt auch für die Rohrleitungen außerhalb des Grundstückes für die der Hausbesitzer in vielen Gemeinden das Risiko trägt.

Sollte also außerhalb des Grundstücks ein Schaden an der Wasserzu- oder -ableitung entstehen, muss der Hausbesitzer auf eigene Kosten die Straße aufgraben lassen um den Schaden zu beheben.

Sollte dies in einer exponierten Verkehrslage passieren, müssten dann auch Verkehrssicherungsmaßnahmen (zum Beispiel Absperrungen oder eine Ampelanlage) auf eigene Kosten eingeleitet werden.

Aber auch auf dem eigenen Grundstück, außerhalb des Gebäudes, lauern viele Gefahren.

 Häufige entstehen Schäden durch Regenfallrohre die außerhalb und innerhalb von Gebäuden verlaufen.

Durch Laub, dass sich im Regenfallrohr oder im Abwasserrohr angesammelt hat und dieses verstopft, können durch den Wasserdruck Schäden im Kellerbereich entsteht, wo diese Fallrohre ins Gebäude geführt werden.

Aber auch bei nachträglich gedämmten Gebäuden, bei denen diese Rohre zum Beispiel durch das Wärmedämmverbundsystem halb verdeckt sind, können Schäden durch Korrosion entstehen und dadurch, dass das dann austretende Wasser zwischen Dämmung und Mauerwerk läuft. Der Nachteil der verdeckten Regenfallrohre liegt auf der Hand – der Schaden an einem Rohr ist nicht sofort offensichtlich, sondern erst wenn sich der Schaden ausgeweitet hat.

 

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Rückstauklappe

Ferner nehmen Rückstauschäden infolge der heutzutage häufiger auftretenden Extremwetterereignisse immer mehr zu. Vor allem die Starkregenfälle verursachen vermehrt Schäden durch eindringendes Wasser an bodentiefen Fenstern, Gauben, Garagen oder Kellerzugängen. Bei einsetzendem Starkregen können diese Wassermassen nicht schnell genug abfließen, stauen sich auf der Straße, in der öffentlichen Kanalisation und können dann sogar über die Entwässerungsrohre zurück ins Haus fließen. Selbst wenn Rückstausicherungen eingebaut wurden, können diese den Schaden nicht immer verhindern.

 

In diesem Zusammenhang ist es gut wenn sogenannte Elementarschäden mitversichert sind.

Damit sind nicht nur Überschwemmungen von Seen oder Flüssen gemeint, sondern vor allem Starkregen, Erdsenkungen und Erdbeben die immer häufiger auftreten.

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Überschwemmtes Gebäude

Durch derartige Ereignisse können sehr hohe Schäden und zum Teil auch Totalschäden entstehen, wenn zum Beispiel Fundamente unterspült worden sind, oder aufgrund von Erdbewegungen die Statik des Hauses versagt.

 

 

 

Diese zuvor genannten Schäden sind nicht durch die Leitungswasserversicherung abgedeckt. Auch die Sturm- und Hagelversicherung leistet hier nicht, da hierzu erst ein Sturmschaden z.B. am Dach entstanden hätte sein müssen, durch den dann das Wasser eindringen konnte.

Vom Sturm entwurzelte Bäume oder die Wiederherstellung von Gartenanlagen sind hier weitere unangenehme Nebeneffekte, deren Kosten zumeist außer Acht gelassen werden.

 

Sollte nach einem Einbruch ein Gebäudeschaden entstanden sein, muss dies auch in der Wohngebäudeversicherung enthalten sein um reguliert zu werden. Aufbruchschäden an Gebäuden sind, auch bei einem versuchten Einbruch, keine Leistung der Hausrat- sondern der Gebäudeversicherung.

 

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Brandschaden in einem Einfamilienhaus

Bei einem Totalschaden z.B. nach einem Brand entstehen für Eigentümer weitere existenzielle Risiken, da Aufräum- und Abbruchkosten sowie Dekontaminationskosten in der Regel nur unzureichend abgesichert sind. Die Kosten für diesen Aufwand sind in vielen Policen auf  5-10% der Versicherungssumme begrenzt. Da aber die Gebäudereste heutzutage aufwendig entsorgt werden müssen, sind die Kosten um ein vielfaches höher. Zudem können durch Dioxine, die durch verbrennende Kunststoffe entstehen und die ins Erdreich gelangen können, hohe Dekontaminationskosten entstehen, weil das Erdreich abgetragen und entsorgt werden muss.

 

In diesem Zusammenhang sollte auch geprüft werden, wie hoch die Versicherungssumme eigentlich ist – also die Summe, die im Schadenfall maximal bezahlt wird.

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Berechnung des 1914er Versicherungswertes

Durch die noch überwiegend angewandte Berechnung nach Wert 1914 werden viele Eigentümer in die Irre geleitet. Dieser Wert 1914 wird nach Gebäudetyp (Anzahl Geschosse, ausgebautes Dachgeschoß, Keller) und Wohnfläche errechnet und ist eigentlich nur eine grobe Schätzung.

Die Versicherung verspricht zwar Unterversicherungsverzicht, leistet aber nur bis zur Höhe dieser errechneten Versicherungssumme.Der Unterversicherungsverzicht bringt dem Eigentümer also nur bei kleinen Schäden den Vorteil dass die Versicherung nicht auf Unterversicherung prüft.

Bei einem Totalschaden kann der Eigentümer aber auf sehr hohen Restkosten sitzen bleiben, da die Wiederherstellungskosten größer sein können als die versicherte Summe.

 

Moderne Gebäudeversicherungen berechnen die Prämie nur nach der Wohnfläche und bieten dann eine unbegrenzte Versicherungssumme an.

Nur so kann der Eigentümer sicher sein alle Kosten eines Schadens bezahlt zu bekommen. Dies gilt auch für höhere Kosten durch behördliche Beschränkungen beim Wiederaufbau weil sich z.B. die Wärmeschutzverordnung geändert hat oder eine andere Heizungsanlage eingebaut werden muss.

 

Die Eigentümer von Mehrfamilienhäusern können sogar die Haustechnik und die Fehlbedienung dieser Haustechnik versichern.

Da die Kosten der Gebäudeversicherung auf den Mieter umgelegt werden kann, sollte ein optimaler Versicherungsschutz abgeschlossen werden, da die nicht versicherten Schäden nicht auf die Mieter umgelegt werden können.

Prüfen Sie die Leistungen und Bedingungen Ihrer Versicherung, denn es gibt teilweise große Unterschiede!

Über den Gast-Autor: Wolfgang Elfinger

Als Versicherungs- und Finanzmakler ist Wolfgang Elfinger Ihr Ansprechpartner bei der WEGO Finanzplanungs GmbH für die Absicherung Ihrer privaten Risiken oder Ihrer Altersvorsorge. Er ermittelt mit Ihnen zusammen Ihren Versicherungsbedarf – zum Beispiel für Ihre Wohngebäudeversicherung – und überprüft gegebenenfalls bestehende Verträge und Konditionen, um diese kostengünstiger oder auf Ihren Leistungswunsch bezogen umzustellen. Sollten Sie einen Schaden an Ihrem Gebäude haben, so führt er für Sie eine korrekte Schadensmeldung durch und überwacht die ordnungsgemäße Regulierung durch den Versicherer.

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Über den Autor dieses Blogs: Carsten Nessler

Im Falle von versicherten Gebäudeschäden erstellt Ihr Bausachverständiger Carsten Nessler für Sie und Ihre Versicherung ein Schadensgutachten. Hierbei wird die Ursache sowie der Schadensumfang festgestellt und eine Kostenschätzung für Ihre Gewerbe- oder Wohngebäudeversicherung erstellt.

Auch im Falle von Bauschäden im Bestand oder Baumängeln bei der Bauabnahme Ihrer Neubau-Immobilie steht Ihnen Ihr Baugutachter professionell zur Seite. Gleiches gilt bei der Ermittlung eines Immobilienwertes, ganz gleich ob die Immobilie Ihnen schön gehört, oder Sie den Kauf der Immobilie beabsichtigen. Er unterstützt Sie ebenso zuverlässig über die Immobilienbewertung hinaus auch mit einer Einschätzung über den Instandhaltungszustand und den eventuell bestehenden Reparaturstau. Bei Schimmelpilzbefall kommt er zu Ihnen vor Ort um die Ursache herauszufinden. Hierbei werden die Raumklimadaten gemessen, eventuell Schimmelproben für das Labor genommen und gegebenenfalls mit der Wärmebildkamera das Gebäude auf Wärmebrücken untersucht.

Sprechen Sie ihn an!

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